Häufige Fragen zum neuen Wettspielformat Antworten vom Team Kinderfussball SFV

Antworten vom Team Kinderfussball SFV

Wettspielformat

Hat das neue Wettspielformat überhaupt noch etwas mit «richtigem Fussball» zu tun?

Ja, denn dank des neuen Wettspielformats erlernen die Kinder die fussballerischen Kompetenzen auf altersgerechtere Weise, haben mehr Spass am Fussball und bleiben unserem Sport erhalten. Sie erleben verschiedene Spielformen im selben Turnierformat und können dadurch ihre Spielkompetenz weiterentwickeln. Auf den Kleinfeldern erfahren die Kinder mehr Spielaktionen: mehr Schüsse, Tore, Pässe, Dribblings und Duelle – alles, was sie später auch im Jugend- und Erwachsenenfussball brauchen werden. Ab der Kategorie F wird auch auf Grossfeldern mit grossen Toren gespielt, so dass sie ebenfalls verschiedene Positionen (inkl. Torspieler*in) und den Umgang mit grösseren Distanzen schrittweise erlernen können.

Ist Fussball ohne Torspieler*in überhaupt noch Fussball?

Ab der Kategorie F wird auf dem Grossfeld mit Torspieler*in gespielt. Auf dem Kleinfeld mit zwei bis drei Spieler*innen und Mini-Toren macht ein*e Torspieler*in keinen Sinn und auch keine Freude.

Sollte es im Fussball nicht um Gewinnen und Verlieren gehen?

Im Kinderfussball gilt «Erlebnis vor Ergebnis». Alle Kinder sollen unbeschwert spielen und Spass haben können – geprägt von Fairplay und Respekt. Ranglisten und Turniere mit Ausscheidungsmodus sind diesem Gedanken nicht förderlich. Nicht das Resultat, sondern die ganzheitliche Entwicklung der Kinder stehen für die Kinderfussball-Verantwortlichen im Vordergrund. Natürlich dürfen die Kinder während den Matches die Anzahl Tore zählen und pro Spielrunde Sieger und Verlierer unter sich ausmachen – auch dieser Aspekt gehört zur Entwicklung dazu und soll innerhalb von BRACK.CH play more football Platz haben, aber eben nicht im Zentrum stehen.

Regeln

Gibt es ein*e Spielleiter*in (Schiedsrichter*in)?

Nein. Die Kinder regeln das Spiel selbstständig. Der oder die Turnierverantwortliche und die Trainer*innen sorgen gemeinsam dafür, dass die Turnierregeln durch die Kinder eingehalten werden.

Ball im Aus / Einwurf: Warum wird nicht mit der Hand eingeworfen?

In dieser frühen Phase soll die Förderung mit dem Ball am Fuss im Vordergrund stehen. Für das Erlernen des (für die Kleinsten oft noch anspruchsvollen) Handeinwurfs bleibt danach noch genug Zeit. Darum gilt bei BRACK.CH play more football: Einwürfe werden mit dem Fuss zwingend flach als Pass oder als Dribbling ausgeführt (der direkte Torschuss ist nicht erlaubt). Dabei lernen die Kinder die Spielsituation zu analysieren und die richtige Lösung schneller zu finden.

Wie wird nach einem Tor angespielt?

Auf dem Grossfeld wird auf der Mittellinie angespielt. Im Kleinfeld wird stets von Hinten, wo das Tor erzielt wurde, weitergespielt. Für das Anspiel zieht sich das Team, welches ein Tor erzielt hat, in seine Spielhälfte zurück und lässt dem gegnerischen Team Platz für das Anspiel.

Wann wird die «Ballhol-Regel» angewendet und was bezweckt sie?

Diese wird in den Kategorien F und E und nur auf dem Kleinfeld angewendet. Die Regel bezweckt ein intensiveres und flüssigeres Spiel. Zudem erlernen die Kinder dadurch den Umgang mit Unter- und Überzahlsituationen, das Umschaltspiel und die rasche Entscheidungsfindung.

Zur Erinnerung die «Ballhol-Regel»: Wird der Ball in das Seiten- oder Toraus gespielt, wird sofort mit dem bereitliegenden Ersatzball auf der Spielfeldseite weitergespielt, wo der Ball ins Aus ist. Der*die Spieler*in, welcher*welche den Ball vor dem Aus zuletzt berührt hat, holt den Ball und platziert ihn in der markierten Zone, wo der Ersatzball zuvor genommen wurde. In dieser Zeit spielt das Team, welches den Ball ins Aus gespielt hat, temporär in Unterzahl. Der*die Spieler*in, der*die den Ball holt, darf nicht ausgewechselt werden.

Weitere Informationen zum Thema Ball im Aus finden Sie im Erklärvideo: https://www.football.ch/sfv/kinder-und-schulfussball/play-more-football/Videos.aspx

Wie ist bei umstrittenen Szenen vorzugehen?

Ziel ist es, dass die Kinder selbst bestimmen, wann ein Foul begangen wurde. Bei strittigen Situationen soll mittels Schere-Stein-Papier auf 1 Punkt entschieden werden. Wenn die Selbstregulierung durch die Kinder nicht funktioniert, sollen die Trainer*innen neutral einschreiten und entscheiden.

Material

Erhalten die Clubs Material zur Verfügung gestellt?

BRACK.CH sponsert jedem Club 20 Mini-Tore und 24 Bälle.

Wie viel Material brauche ich für die Durchführung eines Turniers?

Das neue Wettspielformat wurde so konzipiert, dass möglichst wenig zusätzliches Material beschafft werden muss. Balldepots (z.B. Ringe), Markierteller, Pylonen und 5-Meter-Tore sind in der Regel bereits bei den Clubs vorhanden.

Weitere Informationen zum Material finden Sie im Erklärvideo: https://www.football.ch/sfv/kinder-und-schulfussball/play-more-football/Videos.aspx

  • Tipp: Falls vorhanden farblich verschiedene Markierteller/Reifen verwenden, um die Spielfelder besser voneinander zu unterscheiden.

Aufbau

Wie lange dauert der Aufbau der Spielfelder?

Der Aufbau eines Spielfelds dauert nicht lange. Je mehr Personen dabei mithelfen und je mehr Erfahrung man sammelt, desto schneller geht es. Bei der erstmaligen Durchführung sollte etwas mehr Zeit eingerechnet werden.

Weitere Informationen zum Aufbau der Spielfelder finden Sie in den Erklärvideos: https://www.football.ch/sfv/kinder-und-schulfussball/play-more-football/Videos.aspx

  • Tipp: Alle anwesenden Personen (Trainer*innen, Eltern, Kinder) können beim Aufbau der Spielfelder mithelfen. Beim Abbau sollen alle Kinder mithelfen – dazu am besten beim Briefing vor dem Turnier und vor der letzten Spielrunde bereits Anweisungen geben.

Kann man auch die fix vorgezeichneten Felder auf dem Kunstrasen nutzen?

Nur wenn diese den geforderten Spielfeldgrössen gemäss den Ausführungsbestimmungen entsprechen. Aber in der Regel sind sie zu gross.

Wie können die Linien der Spielfelder markiert werden?

Wir empfehlen dazu, Markierteller in einem sinnvollen Abstand zu verwenden. Aber auch andere Formen (z.B. Bänder/Linien) sind möglich – wichtig ist die gute Sichtbarkeit.

  • Tipp: Bestehende Spielfeldmarkierungen (Aussenlinien, Elfmeterraum, Mittellinie) miteinbeziehen.

Welche Tore kann ich verwenden?

Auf den Grossfeldern (Kategorien F und E/FF12) sind ausschliesslich 5m-Tore zu verwenden. Auf den Kleinfeldern der Kategorie G können verschiedene Varianten von kleinen Toren eingesetzt werden (z.B. Mini-Tore, Malstäbe, Pylonen, umgekippte 5m-Tore). Auf den Kleinfeldern der Kategorien F und E/FF12 müssen stets zwei Mini-Tore mit Tornetzen pro Seite verwendet werden, damit die «Ballhol-Regel» sinnvoll angewendet werden kann.

Müssen die Spielfelder genau den angegebenen Grössen entsprechen?

Für die Grösse der Spielfelder gibt es einen Varianzbereich. Ein Kleinfeld der Kategorie F sollte zum Beispiel zirka 25 Meter lang und zirka 20 Meter breit sein. Leichte Abweichungen davon sind je nach vorhandener Infrastruktur und Platzgrössen jedoch absolut möglich und kein Problem.

Organisation

Wie viele Helfer*innen werden für die Durchführung eines Turniers benötigt?

Es braucht eine*n Turnierverantwortliche*n und pro Turnierteam idealerweise eine Betreuungsperson. Als Betreuungspersonen können die Trainer*innen der teilnehmenden Clubs, aber auch die begleitenden Eltern oder andere Mitglieder des eigenen Clubs (z.B. 1418coaches) eingesetzt werden.

  • Tipp: Die Eltern, welche ihre Kinder ans Turnier begleiten, sollten unbedingt einbezogen werden, zum Beispiel auch für den Auf- und Abbau der Spielfelder. Meistens helfen diese gerne mit.

Können an einem Ort mehrere Turniere pro Tag durchgeführt werden?

Ja, das ist möglich. Wir empfehlen Turniere derselben Alterskategorie am gleichen Tag anzusetzen, um die aufgebauten Spielfelder mehrfach zu nutzen. Bei mehreren Turnieren unterschiedlicher Alterskategorien hat es sich bewährt, die Turniere an Randzeiten durchzuführen und wenn möglich den Aufbau der Spielfelder bereits am Vortag zu machen. Auch der Sonntag ist als Turnierspieltag möglich.

Was ist die Rolle des*r Turnierverantwortlichen?

Der oder die Turnierverantwortliche ist für die Durchführung des Turniers verantwortlich und die Ansprechperson für alle Anliegen. Er oder sie sollte sich beim Briefing vorstellen und immer vor Ort sein.

Was tue ich, wenn ein Team nicht beim Turnier erscheint/absagt?

Für diesen Fall ist es empfehlenswert, alternative Spielplan-Karten mitzunehmen. Wenn sich zum Beispiel 10 Teams für ein Turnier der Kategorie F angemeldet haben, sollten auch die Spielplan-Karten für 8 und 9 Teams vorbereitet werden.

  • Tipp: Die teilnehmenden Mannschaften können auch als Club-übergreifende Turnierteams zusammenspielen, damit der vorgesehene Spielplan beibehalten werden kann und alle Kinder möglichst viel spielen können.

Ist es in Ordnung, wenn ein Club keine Garderoben zur Verfügung stellt?

Für die Kategorien G und F kann ein separierter Ort zum Umziehen ausreichen. In der Kategorie E/FF12 ist es jedoch ratsam, Garderoben zur Verfügung zu stellen. Diese sollten den Spieler*innen vorbehalten sein (in der Regel kein Zugang für Eltern).

  • Tipp: Die teilnehmenden Teams sollten im Vorfeld des Turniers über die Garderobensituation informiert werden. Die Kinder können auch bereits umgezogen erscheinen. Dabei sollte aber ein trockener Raum/Ort für die Taschen zur Verfügung stehen.

Braucht es ein Turnier-Briefing mit allen Teambetreuenden?

Ja, es braucht zwingend ein Briefing zu Beginn des Turnierspieltags, um einen optimalen Ablauf des Turniers zu gewährleisten, sich kennen zu lernen sowie offene Fragen und Regeln zu klären.

Tipp: Es hat sich bewährt, das Briefing rund 15 Minuten vor Turnierbeginn